Die Heiligengeistklamm im Naturpark Weinland –
ein Paradies für Wanderer

Die Heiligengeistklamm im Schlossberg liegt bei Leutschach an der Weinstraße.
Gemeinsam mit der Altenbachklamm in Oberbach zählt sie zu den schönsten Gebieten im
Naturpark Weinland. 2015 wurde sie sogar zum schönsten verborgenen Platz gewählt.
Diese Wahl fand in der ORF-Show statt.

Die Bedeutung der Klamm durch die Jahrhunderte

Die Verbindung von Leutschach in der Steiermark nach Sveti Duh in Slowenien war früher
sehr wichtig. Die Klamm war der optimale und kürzeste Verbindungsweg und genau aus
diesem Grund wurden Wege angelegt. Die Bauern, die in dieser entlegenen Gegend ihr
Mehl mahlen wollten, benutzten den Bach in der Klamm für die Mühlen. Mit Tragetieren
wurde das Getreide dann zur Mühle transportiert. Des Weiteren wurden die Wege für
Forstarbeiten genutzt und werden bis heute noch aktiv verwendet.
Die Ausbildungen der Gesteine in der Klamm entstanden durch das Wasser, welches seit
Jahrhunderten dort hindurchfließt und sich durch Erosion immer tiefer in die
Gesteinsschichten eingeschnitten hat.
Anfang der 1960er und 1970er Jahre verfielen die Mühlen und die Wege wuchsen wieder
zu. Die Mitarbeiter der Natur- und Bergwacht setzten sich für eine Rekonstruktion ein und
errichteten die Wege neu. Mit der neuen Begehung waren sie auch besser gesichert und
Touristen und Wanderer entdeckten das Gebiet neu.

Heiligengeistklamm ist ein Landschaftsschutzgebiet – Was
bedeutet das?

2011 wurde die Heiligengeistklamm als
„Naturjuwel“ ausgezeichnet. Die Begründung
war, dass an diesem Ort Naturphänomene
beobachtet werden können. Abseits des
Touristenrummels kann die Natur in ihren
unterschiedlichsten Facetten erlebt werden.
Bäume, Pflanzen und Tiere haben hier ihre
unberührte Heimat behalten können. Einige
seltene Arten können dort entdeckt werden.
Dazu zählen die größte Libelle Europas, die

Große Quelljungfer, und der Feuersalamander, der sich hier ausgesprochen wohl fühlt.

Die Wanderungen in der Heiligengeistklamm

Gestartet wird an der Spitzmühle. Diese ist heute eine Schaumühle und kann besichtigt
werden. Es geht anschließend steil bergauf. Voraussetzung für diese Wanderung sind festes
Schuhwerk und eine gute Kondition. 3 Kilometer lang ist die Klamm und es gibt einige
gefährliche Stellen, welche jedoch gut gesichert sind. Enge Wege führen an Wasserfällen
und kleinen Brücken vorbei und sorgen so für einige grandiose Panorama. Schließlich wird
der oberste Punkt erreicht. Die Kirche am Osterberg liegt in Slowenien und ist ein Besuch
wert. Von dort haben Sie einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft.
Zurück gibt es mehrere Möglichkeiten, aber alle führen an Stationen mit vielen Köstlichkeiten
vorbei. Wer richtig gut zu Fuß ist, kann auch eine Rundwanderung in der Klamm
unternehmen. Die Entfernung beträgt etwa 9 Kilometer und es werden 500 Höhenmeter
überwunden. Mehr zu Wanderungen in der Heiligengeistklamm erfahren Sie hier.

Die Heiligengeistklamm – Was Sie unbedingt noch wissen
sollten!

Im Februar 2014 litt die Region schwer unter den Wetterverhältnissen. Schnee und Eisregen
verwüsteten die Bäume und machten das Passieren unmöglich. Das Bundesheer und viele
Freiwillige räumten anschließend auf. Sie sorgten mit ihrem Einsatz für ein erneutes
problemloses Begehen der Klamm.
An Pfingsten wird immer ein Gottesdienst in der Kirche am Osterberg abgehalten. Dieser
findet in Deutsch und Slowenisch statt. Die Besucher wandern durch die Klamm oder
kommen mit dem Auto, um die Messe gemeinsam zu feiern. Beim anschließenden Kirtag
gibt es ein großes Fest mit Volksmusik.
Der jährlich stattfindende „Leutschacher Volkswandertag“ führt durch die Klamm und ist
jedes Jahr sehr stark besucht.