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Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
 
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)Bewohner des Naturparks Südsteirisches Weinland

Aussehen:
Die Smaragdeidechse ist eine bis über 30 cm große, kräftige und flinke Eidechse. Die Männchen sind oberseits überwiegend grün gefärbt und besitzen eine blaue Kehle, die Weibchen einfärbig grün bis braun mit heller Unterseite. Die hellbraun gefärbten Jungtiere besitzen seitlich eine helle Fleckenreihe.

Verbreitung in der Steiermark:
Die Smaragdeidechse kommt in der Steiermark nur mehr in zwei Regionen in zumeist sehr kleinen, voneinander isolierten Gebieten vor:
:: Im Naturpark Südsteirisches Weinland, vor allem in den "Windischen Büheln" (Raum Spielfeld - Leutschach - Arnfels - Großklein) und erreicht nordwärts die Südhänge des Sausal
:: Im südoststeirischen Hügelland (Raum Bad Gleichenberg - Fehring - Aigen - Kapfenstein)

Lebensraum:
Die Smaragdeidechse bevorzugt in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet sonnenexponierte Lagen. Die Vegetation auf dem meist steinigen oder sandigen Untergrund muss ausreichend Deckung, aber auch Klettermöglichkeiten bieten, was im Bereich von verbuschten Wiesen, Wegrändern, Waldlichtungen, Flussufern und dergleichen gegeben ist. Als Kulturfolger besiedelt sie gerne bepflanzte Steinschlichtungen, Straßenböschungen, aufgelassene und auch bewirtschaftete Weingärten, sofern diese noch natürliche Strukturen aufweisen.

Gefährdungsursachen:
Das Verbreitungsgebiet ist durch Aufforstung und Intensivierung der Landwirtschaft sehr stark reduziert und in zahlreiche kleine Vorkommen fragmentiert worden. Die Hauptgefährdung liegt daher im Lebensraumverlust und im hohen Isolationsgrad der einzelnen Vorkommen. Im Siedlungsbereich werden Bestände von Eidechsen stark durch Hauskatzen dezimiert. Der Pestizideinsatz intensiv bewirtschafteter Weingärten verringert den Reichtum an Insekten und damit die Nahrungsgrundlage der Smaragdeidechse sowie bei Einsatz von Herbiziden Deckung bietende Stauden.

Schutzmaßnahmen:
Mögliche Schutzmaßnahmen sind vielfältig:
:: Vernetzung der Lebensräume durch Anlage von Hecken (z.B. an Straßenböschungen) und stufig aufgebauten Waldrändern
:: Verzicht auf Entsteinung und Entbuschung von Wiesen bei extensiver Beweidung oder Mahd
:: Reduktion des Einsatzes von Herbiziden und Insektiziden in Weingärten
:: Hausbau: Errichtung bepflanzter Steinschlichtungen zur Böschungssicherung
:: Reduktion wildernder Hauskatzen

Fundmeldungen bitte an:
Mag. Dr. Werner Kammel, Mail: werner.kammel@tele2.at,
Mobil: 0664 2220941
 
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Tel.: +43 3452 / 71305, e-mail: office@naturparkweinland.at
 
     
     
 
Naturpark Südsteirisches Weinland. Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.
 
     
 

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