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| Die getigerte Nacktschnecke: der Tigerschnegel (Limax maximus) |
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Bewohner des Naturparks Südsteirisches Weinland
Der Tigerschnegel, auch Großer Schnegel oder Große Egelschnecke genannt, ist eine bis zu 13 Zentimeter lange Nacktschnecke aus der Familie der Egelschnecken. Sie ist in Europa weitverbreitet und inzwischen fast weltweit in die gemäßigten Breiten verschleppt worden.
Der Tigerschnegel erreicht ausgestreckt eine Länge von 13 (max. 15) cm. Sie weist auf hellbraunem oder hellgrauem Grund ein unregelmäßiges, dunkles Fleckenmuster (auf dem Mantelschild) bzw. ein Streifenmuster auf dem Fuß auf. Der Kiel ist verhältnismäßig kurz und nimmt nur das letzte Drittel des Rückens (von Schwanzspitze bis Mantelschild) ein. Rechtsseitig hinter der Mitte des Mantels ist die Atemöffnung deutlich sichtbar.
Die Schnegel sind Zwitter und verfügen somit jeweils über einen männlichen und weiblichen Genitalapparat. Sie haben teilweise eine komplizierte und ausgeklügelte Fortpflanzungsstrategie. Beim Paarungsspiel umschlingen sich die Tigerschnegel und seilen sich dann an einem bis zu 40 cm langen Schleimfaden ab. Der Austausch der Samenpakete erfolgt mittels eines weniger als körperlangen Penis, mit denen die Samenpakete übertragen werden. Anschließend wird das Samenpaket in die Geschlechtsöffnung eingeführt, wo dann die Befruchtung der Eier stattfindet. Die Eiablage erfolgt meist im Herbst, und jährlich können etwa 200 bis 300 Eier abgelegt werden. 3-6 Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Jungtiere in einer langwierigen, für viele tödlichen Anstrengung.
Der Tigerschnegel kann zweieinhalb bis drei Jahre alt werden. Die vorwiegend nachtaktiven Tiere sind gelegentlich bei feuchtwarmer, bedeckter Wetterlage auch tagsüber unterwegs. Dabei bewegen sie sich auf recht breiten, stark glänzenden Schleimspuren aus ihren Ruheplätzen unter hohl liegenden Steinen, Schutt, Totholz oder Brettern sowie in dunklen Mauerritzen und Fundamenthohlräumen. Limax maximus lebt bei Gelegenheit räuberisch, greift andere Nacktschnecken an und frisst auch an Aas und Kot. Hauptnahrungsquelle sind jedoch Pilze, welke, tote Pflanzenteile und algige oder pilzige Aufwüchse an Totholz und Baumrinden. Die Art hat im Freiland keinerlei Bedeutung als Nutzpflanzenschädling.
Das Tier war ursprünglich in Süd- und Westeuropa beheimatet, hat sich inzwischen in ganz Mitteleuropa verbreitet. In Österreich lebt das Tier in Weichholz-Auenwäldern, siedlungsnahen Kulturlandschaften mit Feldgehölzen, Hecken, Gebüschen, Gärten, Parks, alten Industriebrachen und innerstädtischen Grünanlagen, ist aber auch in feuchten Kellern, alten Gebäuden und Scheunen zu finden.
In Österreich wird der Tigerschnegel sogar als "potentiell gefährdet" eingestuft.
Text und Fotos: Mag. Andrea Roganowicz, Naturpark Südsteirisches Weinland |
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 Naturpark Südsteirisches Weinland. Gefördert
aus Mitteln des Landes Steiermark Abteilung 16 Landes- und Gemeindeentwicklung.
Kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Gemeinschaft, Europäischer
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