Limax Maximus – Wir stellen den Tigerschnegel vor!

Beim Tigerschnegel handelt es sich um eine Nacktschnecke. Ihr lateinischer Name lautet:
„Limax Maximus.“ Weitere Bezeichnungen sind auch Tigernacktschnecke oder Große
Egelschnecke. Sie erreicht eine Größe von etwa 13 cm und gehört zur Familie der
Schnegel. Manche Exemplare können sogar eine Länge bis 20 cm erreichen, aber dies ist
eher selten. Der nächste Verwandte des Tigerschnegels ist der schwarze Schnegel. Dieser
zählt zu den größten Vertretern seiner Art.
Der Begriff „Schnegel“ für die Schnecken ist ein alter mittelhochdeutscher Ausdruck für
„schlängeln“ oder „kriechen“. Da sich die Tiere tatsächlich sehr elegant bewegen und es
einem schlängeln ähnelt, wird vermutet, dass sie daher ihren Namen bekommen haben.

Aussehen des Tigerschnegels – so sieht der Limax Maximus
aus!

Die Grundfarbe ist hell. Fast alle Schnecken
haben jedoch schwarz gefärbte Streifen oder
Punkte. Teilweise sind diese so dicht, dass die
Schnecke fast dunkel aussieht. Die Unterseite
des Schnegels ist durchgehend hell.
Der sogenannte „Mantelschild“ befindet sich ander Vorderseite. Er hat die Aufgabe, die inneren Organe zu schützen. Im Gegensatz zu
den Wegschnecken besitzt der Tigerschnegel
sein Atemloch in der hinteren Hälfte des
Mantelschildes. Außerdem besitzt er zwei kleine Fühler und zwei Augenfühler.

Habitat des Limax Maximus

Tigerschnegel haben ihren Lebensraum in Parks, Friedhöfen, Kellern oder Gärten.
Ursprünglich war es eine waldlebende Schneckenart. Im Lauf der Jahre hat sich dieses
geändert. In Gemüselagern oder ähnlichen Bauwerke sind sie oft zu finden. Im Wald
verstecken sie sich im Unterholz und kriechen erst nachts hervor.

Tigerschnegel helfen Ihnen Ihren Garten und Ihre Pflanzen zu schützen!

Sie sind keine Schädlinge. Ihr schlechter Ruf kommt von den Wegschnecken. Diese Art ist
bekannt, weil sie sich durch die Gärten fraßen. Tigerschnegel zählen zu den Nützlingen, da
sie Wegschnecken angreifen und auch ihre Gelege fressen. Sie sind Allesfresser. Zu den
bevorzugten Nahrungsmitteln gehören Blumen, Pilze, Wurzel oder kleinere Vertreter von
Nacktschnecken, die zu den Schädlingen zählen.
Diese regulierende und für Pflanzen, Gärten und Felder hilfreiche Wirkung konnte sogar
wissenschaftlich nachgewiesen werden. Mehr Informationen finden Sie hier.

Sozialleben der Tigerschnegel – die Paarung und das
Populationsverhalten

Dieser sehr interessante Vorgang fasziniert die Forscher ungemein. Mit etwa 1,5 Jahren ist
der Schnegel geschlechtsreif. Durch den abgesonderten Schleim werden andere Schnegel
angezogen. Dem Liebesspiel geht eine Verfolgung voraus. Diese dauert solange, bis ein
geeigneter Platz gefunden wird. Die Paarung findet nachts und in senkrechter Position statt.
Dazu produzieren die Tiere einen Schleimfaden, an dem sie ineinander verkeilt hängen.
Durch die heftigen Bewegungen wird der Faden verdreht und immer länger. Wenn er das
Ende erreicht hat, beginnt die eigentliche Befruchtung. Die Penes suchen sich und
umschlingen sich gegenseitig. Die Spermapakete legen sich an die Penisspitze des anderen
an. Nun beginnen sich die Paare voneinander zu lösen. Fast immer fällt ein Schnegel auf
den Boden. Der andere kriecht am Schleimfaden empor. Danach frisst er den Faden.
Etwa drei bis viermal im Jahr werden Gelege produziert. Dabei können bis zu 200 Eier
enthalten sein. Die kleinen Schnegel sind anfangs ganz hell. Erst im Laufe der Zeit
bekommen sie ihre dunklen Punkte oder Streifen.
Das Verhalten der Alttiere gegenüber den Jungen ist sehr sozial. Sie hegen keine
Aggressionen gegen sie. Oft erlauben sie es ihnen, über sie zu kriechen. Wenn die
Tigerschnegel im Terrarium gehalten werden, sollte darauf geachtet werden, dass es
genügend Platz für die Paarung gibt. Dafür sind Äste oder Hölzer zum Klettern gut geeignet.