Naturparks in Ostdeutschland: Flüsse, Seen und imposante Felsen

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Der Osten der Bundesrepublik spielt in der öffentlichen Wahrnehmung und natürlich auch ökonomisch oftmals die zweite Geige, doch beim Thema Natur und erholsame Nationalparks muss sich das Land zwischen Erzgebirge und Ostsee nicht verstecken. Hier finden sich wichtige Vogelbrutstätten, es gibt an der Küste einmalige, für die Ewigkeit festgehaltene Motive und auch in den tiefen Wäldern Thüringens ist für den Besucher eine spannende Flora und Fauna zu entdecken.

Die Küsten der Romantik

Ganz im Osten liegt Usedom und liegt die Vorpommersche Boddenlandschaft als geschütztes Gebiet und dieses durch Dünen, Steilklippen, lange Sand-und Steinstrände gezeichnete Areal bietet perfekte Aussichten von Düne und Felsen. Zahlreiche Wander- und auch Radwege führen durch den Park und dazu gehören dann auch bekannte Leuchttürme und Inseln wie beispielsweise das bei Künstlern beliebte Hiddensee, wo übrigens bis heute kein einziges Auto zugelassen ist. Die Kombination aus Wald und Strand ist faszinierend und in Deutschland so kein zweites Mal zu finden.

Jasmund hingegen auf der Insel Rügen ist ein eigener Nationalpark und von hier kennt jeder die berühmten Kreidefelsen am Königsstuhl, für alle Ewigkeit festgehalten in den Gemälden des Caspar David Friedrich. Auf den Spuren von Piraten führen Touren durch Wälder und über die Dünen, was ein Paradies für Wanderfreunde, zugleich aber auch für Liebesurlaub und romantische Motive perfekt geeignet ist.

Vogelreichtum und Wildkatzen

Die Fahrt von der ostdeutschen Küsten Richtung Süden führt zunächst in den Naturpark Müritz mit zahllosen Seen und mehr als 600 Kilometern Wanderwegen. Sümpfe, Tümpel, Schilflandschaft, das alles ist ideal für Vögel und zahlreiche andere Tiere und auf Wunsch kann man mit dem Kajakboot durch die Seen paddeln oder sich zu Fuß auf den Weg machen, es gibt alle möglichen Angebote um die Natur und ihre Schönheiten entdecken. Ähnlich ist das im weiter östlich gelegenen Odertal, das gleichfalls als Quartier für Vögel dient und hier sind beispielsweise zehntausende Störche zu finden, die jedes Jahr zum Nisten einfliegen. Im Odertal stehen zahllose Landhäuser inmitten der Natur, manche verfallen, manche auch als Pension in Betrieb, und dieses Zusammenspiel aus Landschaft und Kulturbauten ist ungemein pittoresk.

Demgegenüber ist der Nationalpark Hainich in Thüringen ein Waldgebiet, das größte zusammenhängende übrigens in ganz Europa. Hier werden Wildkatzen und seltene Fledermausarten gesichtet und das eigentliche Highlight ist der sogenannte Baumkronenpfad in mehr als 40 Meter Höhe! Der Rundgang durch das Geäst, der Blick auf das Leben in den Wipfeln ist nicht nur für Familien ein sehr lehrreiches und spannendes Erlebnis, so dass hier jeder Natur lebendig und greifbar genießen kann.

Kein Geheimtipp: Natürlich ist auch ein Besuch im Nationalpark Sächsische Schweiz Pflicht. Hoch über dem Elbtal thront hier die Bastei, die eigenartig geformten Felsen und das Elbsandsteingebirge in der Nähe von Dresden halten atemberaubende Ausblicke und spektakuläre Wanderwege bereit.